Weitere Erinnerungsorte

 

Diese Website ist das Ergebnis intensiver Diskussionen innerhalb der Arbeitsgruppe, in denen ausführlich über das Für und Wider einzelner Erinnerungsorte gestritten wurde. Aus diesen Gesprächen entstand nicht nur die Liste der Beiträge, die ausführlich erörtert werden, sondern auch eine Zweitliste mit weiteren Vorschlägen.

Wir haben diese Zweitliste in den vergangenen Jahren an dieser Stelle zur Abstimmung gestellt. Leider werden wir in absehbarer Zeit nicht dazu kommen, diese Erinnerungsorte im Rahmen dieses Projekts ausführlicher zu behandeln. Wir haben die Abstimmungsfunktion aus diesem Grund deaktiviert und veröffentlichen diese Liste als Dokumentation weiterer Vorschläge - auch weil wir gar nicht erst den Eindruck erwecken wollen, die Liste der ausgewählten Erinnerungsorte sei die einzig denkbare. Die Ergebnisse der Abstimmung bleiben selbstverständlich ebenfalls dokumentiert.

Wenn Sie auf eines der grauen Felder klicken, öffnet sich ein Fenster mit ein paar zusätzlichen Informationen, was wir uns bei dem jeweiligen Vorschlag gedacht haben.

Allen, die in den vergangenen Jahren hier ihre Stimme abgegeben haben, ein herzliches Wort des Danks!

 

Georg Agricola: De Re Metallica

Die "Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen", verfasst vom Chemnitzer Stadtarzt und Bürgermeister Georg Agricola, erschienen 1556 zunächst in lateinischer Sprache und wurden schon ein Jahr später ins Deutsche übersetzt. Sie fassen das bergmännische Wissen seiner Zeit in enzyklopädischer Vollständigkeit zusammen und erlauben damit tiefe Einblicke in die Montanwelt des 16. Jahrhunderts. Die prachtvollen Holzschnitte des Originalwerks, von denen eines unten beispielhaft abgebildet ist, gingen in die Ikonographie des traditionsbewussten Bergbaus ein.


Abstimmungsergebnis

Bußwallfahrt zur Mutter Gottes

Seit mehr als 500 Jahren kommen Pilger aus dem niederbayerischen Ort Holzkirchen an Pfingsten zur Wallfahrtskirche auf dem Bogenberg. Auslöser war eine Borkenkäferplage im späten 15. Jahrhundert, die die von der Waldwirtschaft abhängigen Bewohner mit einem Gelübde beantworteten: Sie versprachen, der Muttergottes auf dem Bogenberg alljährlich ein Kerzenopfer darzubringen – und zwar eines in Extragröße: eine mit Wachs umwickelte Fichte, die heutzutage um die zwölf Meter lang ist und fast einen Zentner wiegt. Ein religiöses Ereignis von überregionaler Ausstrahlung – aber auch eine Erinnerung, wie viel Angst der Borkenkäfer den Menschen vormoderner Gesellschaften bereiten konnte.


Abstimmungsergebnis

Die Leonardi-Segnung

Der Heilige Leonard von Limoges erfreut sich vor allem in Bayern besonderer Verehrung. Als Patron des Viehs, besonders der Pferde, wird sein Gedenktag am 6. November in mehreren Dutzend Gemeinden mit festlichen Leonardiritten und Leonardifahrten begangen, zu denen auch die Segnung der Tiere gehört – eine Erinnerung daran, welche Bedeutung den Zugtieren in früheren Zeiten zukam.


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Der Badeort

Kaum ein Land der Welt verfügt über so zahlreiche Badeorte wie Deutschland: von mondänen Fürstenbädern wie Bad Pyrmont und Bad Ems bis zu simplen Bauernbädern für das einfache Volk. Badeorte waren Stätten der Erholung und des Müßiggangs, spiegelten aber auch den Wandel von Gesundheitsvorstellungen.


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Heimat

"Was ist Heimat", fragte der Spiegel in seinem Heft zum Osterfest 2012. Heimat: ein deutsches Wort, kaum zu übersetzen, kritisiert und belächelt und doch irgendwie unverzichtbar. Seit Bildungsbürger um 1900 den "Heimatschutz" erfanden, erfuhr das Wort in den deutschen Umweltbewegungen ziemlich wechselhafte Konjunkturen. Manchmal wirkt es wie die Gretchenfrage der Umweltszene: Wie hältst Du's mit der Heimat?


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Wintersport

Erholung in der Natur – oder die Zerstörung derselben? Der Streit um den Wintersport und seine Folgen zieht sich durch dessen Geschichte und hat im Zeitalter von Sesselliften und Schneekanonen eine neue Qualität gewonnen. Populär ist der Wintersport freilich immer noch...


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Der Kleingarten

Als grünes Refugium für gestresste Großstädter hat der Kleingarten bis heute seine Anziehungskraft. Für viele Menschen gehört das Gärtnern zu den wichtigsten Naturerfahrungen – aber die dort produzierten Lebensmittel halfen auch, die Haushaltskasse zu entlasten. Und dann ist da noch über einen Leipziger Arzt namens Moritz Schreber zu reden...


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Der schmutzige Rhein

Der Rhein ist nicht nur ein Sehnsuchtsort der Romantik, sondern auch ein intensiv genutzter Fluss. Mehrere Industrieregionen reihen sich entlang seiner Ufer, hinzu kommen eine intensive Nutzung durch die Binnenschifffahrt und die Abwässer von etwa 50 Millionen Menschen. Seit dem 19. Jahrhundert wurde über die Verschmutzung des Rheins diskutiert, ab 1950 gab es eine Internationale Kommission zum Schutz des Rheins gegen Verunreinigung. Trotzdem kam es immer wieder zu Rückschlägen, so etwa 1986 nach einem katastrophalen Großfeuer in einer Lagerhalle von Sandoz bei Basel. Inzwischen hat sich die Situation jedoch gebessert: 2008 wurde am Basler Rheinknie der erste Lachs seit 50 Jahren gefangen.


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Der Elektrofilter

Vor ziemlich genau 100 Jahren erfunden, revolutionierte der Elektrofilter die Staubtechnik. Er erzielte einen bis dahin unerreichten Wirkungsgrad und funktionierte unabhängig von der Größe der Partikel – war aber auch deutlich teurer als mechanische Filteranlagen. Der Elektrofilter: eine Umwelttechnologie avant la lettre, ohne die unsere Luft wohl auch heute noch dreckiger wäre.


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Das Ruhrgebiet

Keine deutsche Region verbindet sich in der Vorstellung der Deutschen so eng mit Umweltverschmutzung wie das Industriegebiet zwischen Dortmund und Duisburg. Rauch, Staub und üble Gase verpesteten die Luft, und die Emscher, die den Norden des Ruhrgebiets durchquert, war jahrzehntelang der schmutzigste Fluss Europas. Inzwischen gehört aber auch der Sieg über die Verschmutzung zu dessen Geschichte: Der Himmel über der Ruhr ist wieder blau.


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Rieselfelder

Die Abwässer der Großstädte bereiteten den Medizinern des 19. Jahrhunderts Kopfzerbrechen. Eine scheinbar naheliegende Lösung bestand darin, die schmutzigen Wässer auf stadtnahen Grundstücken zu verrieseln und diese dann der Landwirtschaft zur Nutzung zu überlassen. Eine Idee ganz im Sinne dessen, was wir heute Kreislaufwirtschaft nennen – aber mit der Realisierung von einfachen Ideen ist es bekanntlich so eine Sache...


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Hagenbecks Tierpark

Der Tierpark Hagenbeck in Hamburg ist nicht nur einer der beliebtesten zoologischen Gärten in Deutschland. Er war auch der erste Zoo der Welt, der auf Gitter verzichtete und die Tiere in einer geräumigen, naturähnlichen Umgebung seinen Besuchern präsentierte. Damit wurde Hagenbeck zu einem international anerkannten Meilenstein in der Entwicklung des modernen Zoos – was manche Tierschützer jedoch nicht daran hindert, die Gefangenschaft wilder Tiere kritisch zu sehen.


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Schützt die Vögel!

Der Vogelschutz spielt in der Geschichte des Naturschutzes eine besondere Rolle. Keine andere Tierart besaß eine derart engagierte Lobby, und deren Arbeit strahlte aus: öffentliche Kampagnen, große Schutzgebiete, internationale Umweltdiplomatie – in all diesen Bereichen leisteten die Vogelschützer Pionierarbeit. Und das ist auch durchaus keine deutsche Besonderheit.


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Der Drachenfels

1836 kaufte die preußische Regierung den Drachenfels bei Königswinter, um ihn vor der Zerstörung durch Steinbrüche zu schützen. Rückblickend wurde der Drachenfels deshalb zum ersten deutschen Naturschutzgebiet erklärt. Der Drachenfels wurde Teil des Naturschutzgebiets Siebengebirge, das schon 1923 die stattliche Größe von 4200 Hektar besaß. Der lokale Stolz scheint sich jedoch in Grenzen zu halten: 2009 scheiterte der Plan, im Siebengebirge einen Nationalpark zu errichten, an einem Bürgerbegehren.


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Die Obstbaukolonie Eden

Am 28. Mai 1893 beschlossen 18 Lebensreformer im vegetarischen Restaurant Ceres in Berlin-Tiergarten, vor den Toren der Großstadt die "Vegetarische Obstbau-Kolonie Eden" zu gründen. Über hundert Jahre später hat die "Eden Gemeinnützige Obstbau-Siedlung eG" weiterhin ihren Sitz in Oranienburg – und eine bewegte Geschichte. So dokumentiert die Obstbaukolonie gleichzeitig Wandel und Permanenz der Lebensreformbewegung.


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Der Monte Verità

Dieser Erinnerungsort wurde von einem Besucher unserer Website vorgeschlagen. Er schreibt dazu folgendes:

 

Ihre Seite ist wichtig und höchst erfreulich, sozusagen überfällig. Da uns ein Gedächtnis zumal der frühen pionierhaften ökologischen Bewegungen fast vollständig fehlt. Weil die einsamen Vorkämpfer nicht beachtet, lächerlich gemacht oder gar verfolgt wurden. Umso mehr wundert es mich, dass unter Ihren Erinnerungsorten der symbolische Hauptort dieser Aufbrüche bisher nicht erscheint - der Monte Verità von Ascona. Noch verwunderlicher, weil die Gründung dieser utopischen Siedlung von München ausging und auch auf München zurückgewirkt hat - wie vor wenigen Jahren die Ausstellung der Monacensia über Schwabing und Ascona gezeigt hat. Ich will dazu nicht viele Worte verlieren, verweise nur auf den Ausstellungskatalog von Harald Szeemann von 1978, auf das brillante Buch von Martin Green: 'Mountain of Truth. The Counterculture begins, Ascona, 1900-1920'. Hanover and London, 1986. Und auf die Webseite www.gusto-graeser.info.


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FKK

Auf amerikanischen Tourismus-Websites wird es mit einer Mischung aus Befremden und Neugierde vermerkt: Der Deutsche hat mit der Nacktheit kein großes Problem. Es ist inzwischen mehr als 100 Jahre her, dass sich die ersten Menschen im wilhelminischen Deutschland ihrer Kleider entledigten und "Freikörperkultur" zu praktizieren begannen. Später wurden die "Nackerten" im Englischen Garten in München zu einem Faszinosum. Und dann ist da auch noch ein anhaltender Ost-West-Gegensatz...


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Die Autobahn

Die deutschen Autobahnen sind nicht einfach nur eine überregionale Verkehrsader. Ein mythenumwobenes Bauprogramm im Nationalsozialismus, Expansion in der Nachkriegszeit, zahllose Konflikte mit Grundbesitzern und Umweltschützern, dazwischen die leeren Autobahnen von 1973 und immer wieder Streit ums Tempolimit – die Autobahnen bewegen mehr als nur Kraftfahrzeuge.


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Der Trimm-Dich-Pfad

Anfang der siebziger Jahre machte der Bundesbürger Bekanntschaft mit "Trimmy": einem gut gelaunten Kerlchen mit kurzen Hosen und optimistisch gerecktem Daumen, das den Wohlstandsbürger zur körperlichen Ertüchtigung antrieb. Überall entstanden nun "Trimmpfade" für das Springen und Turnen in der freien Natur. Inzwischen sind viele Trimm-Dich-Pfade verfallen, aber das Erbe lebt weiter. Jogging und Fitnessstudio gehören fast schon zum Pflichtprogramm des gesundheitsbewussten Bundesbürgers.


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Die Wutachschlucht

Das tief eingeschnittene Tal der Wutach im Südschwarzwald war in den fünfziger Jahren Schauplatz eines spektakulären Konflikts. Die Schluchseewerk AG wollte dort einen Staudamm bauen, um Spitzenstrom zu produzieren; eine Arbeitsgemeinschaft Heimatschutz Schwarzwald stemmte sich entschieden gegen die Pläne und sammelte fast 200 000 Unterschriften. Am Ende wurde das Projekt abgeblasen, und so ist die Wutach heute immer noch ein idyllisches Stück Natur. Und aktuell plant das Schluchseewerk in der Nähe ein neues, kontroverses Pumpspeicherwerk.


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Rekultivierung

Was bleibt, wenn ein Bergbaubetrieb geschlossen wird? Diese Frage stellte sich in Deutschland vor allem dort, wo Braunkohle abgebaut wurde. Die Konflikte um die Rekultivierung verraten viel über die Machtverhältnisse in Bergbauregionen – aber auch über unsere Vorstellungen einer intakten Umwelt.


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Das Umweltprogramm

Am Anfang war Hans-Dietrich Genscher. Als Bundesinnenminister verkündete er 1970 das erste Umweltprogramm einer Bundesregierung; der Freistaat Bayern reagierte noch im gleichen Jahr, indem er das erste deutsche Umweltministerium schuf. Seither gehören Umweltprogramme in Deutschland zum politischen Leben, kaum eine Regierung lässt sich heute die Chance entgehen, auf diesem Wege Entschlossenzeit zu signalisieren. Aber sind Umweltprogramme wirklich mehr als eine billige Geste?


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Das Öko-Institut

Als im badischen Wyhl ein Atomkraftwerk gebaut werden sollte und eine ganze Region darüber in Bewegung kam, gründeten engagierte Bürger 1977 in Freiburg einen gemeinnützigen Verein, um eine unabhängige Stimme gegen die Expertenmacht der Atomindustrie zu schaffen. Inzwischen ist das Öko-Institut eine europaweit geschätzte Forschungs- und Beratungseinrichtung mit mehr als 130 Mitarbeitern an drei Standorten. Eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte – und ein Beleg, wie sehr Umweltpolitik an solider wissenschaftlicher Forschung hängt.


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Der Spiegel

Journalisten waren beim Aufstieg der Umweltbewegung mehr als bloße Chronisten. Das Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel prägte mit Titelgeschichten über Waldsterben und Klimawandel das Umweltbewusstsein der Bundesbürger. In den neunziger Jahren brachte der Spiegel aber auch die gewandelte Stimmung auf den Punkt, als er einen Trend "vom Umweltschutz zum Öko-Wahn" diagnostizierte. Eine Titelgeschichte über den "Windmühlenwahn" führte 2004 zu einem redaktionsinternen Eklat.


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Klaus Töpfer im Rhein

Ein Minister in Badekleidung ist ein seltener Anblick. Wenn er dann auch noch den Rhein durchschwimmt, ist die öffentliche Erregung groß. Bundesumweltminister Klaus Töpfer sprang 1988 unter den Augen begeisterter Journalisten in diesen Fluss, um eine Wettschuld zu begleichen – was weithin als Signal verstanden wurde, der Rhein sei wieder sauber. So zeigt die Aktion die Macht symbolträchtiger Bilder und zugleich das Dilemma der guten (Umwelt)Nachricht. Durfte der Rhein zwei Jahre nach dem Sandoz-Feuer überhaupt schon wieder sauber sein?


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Garzweiler

Es ist das größte Loch der Republik: 11 400 Hektar umfasst das Abbaufeld, in dem die RWE Power AG bis 2045 insgesamt 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle abbauen möchte. Die Folgen für die Landschaft sowie die zweifelhafte Klimabilanz der Braunkohleverstromung machen Garzweiler zu einem umstrittenen Projekt – kein Wunder, dass die rot-grüne Regierung in Nordrhein-Westfalen beinahe am Konflikt um Garzweiler zerbrochen wäre.


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Alexander von Humboldt

Er gehört zu den wenigen Deutschen, die lange Zeit im Ausland bekannter waren als hierzulande. Seine Reisen nach Amerika sowie nach Zentralasien blieben auch in den besuchten Ländern in lebhafter Erinnerung, und durch sein wissenschaftliches Werk erwarb er sich einen Ruf als vielleicht letzter Universalgelehrter. Und bis heute schmückt sich eine wichtige wissenschaftliche Stiftung mit seinem Namen...


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Der russische Winter

"Es ist kalt in Berlin, aber in Sibirien ist es noch kälter." Mit diesen Worten mahnte der Berliner Bürgermeister Ernst Reuter seine Stadt in der Zeit der Luftbrücke zum Durchhalten. Der russische Winter ließ ganze Generationen erschaudern – wobei es nicht nur um Temperaturen ging, sondern auch um das dortige Regime...


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Der Erdgipfel von Rio de Janeiro

Als sich 1992 die Staatenlenker der Welt in Rio de Janeiro trafen, war die Euphorie groß: Mit nie gekanntem Nachdruck bekannten sich die Regierungen zum Schutz des bedrohten Planeten. Drei internationale Abkommen gingen aus dem Erdgipfel hervor – darunter die Klimarahmenkonvention, die zur Grundlage der alljährlichen Klimagipfel wurde.


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Kein Blut für Öl

"Kein Blut für Öl", lautete der Slogan der Friedensbewegung, als die Vereinigten Staaten 1990/91 eine internationale Koalition in den Krieg gegen den Irak führten. Seitdem steht die Parole für ein tiefes Befremden über die globale Ressourcenwirtschaft und ihren politisch-moralischen Preis – aber auch für eine Abhängigkeit des Westens vom billigen Öl, die einfach nicht verschwinden will.


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Risikotechnologien

Als Katastrophen wie Seveso und Tschernobyl die Menschen schockierten, etablierte sich ein Sammelbegriff für die Risiken großtechnischer Systeme: Man sprach fortan von "Risikotechnologien". Deren Gefahren sprengten alles Bekannte, so dass deren Nutzung moralisch fragwürdig erschien. Auch eine Entgrenzung – zumal die Folgen einer Katastrophe bei den Risikotechnologien oftmals irreversibel sind.


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