Ökologische Zeiten

Kapitelübersicht

Vormoderne Umwelten - Verehrte Natur - Verschmutzte Natur - Geschützte Natur - Lebensweisen - Aufbrüche - Ökologische Zeiten - Entgrenzungen

 

Kein Jahrzehnt hat unser gegenwärtiges ökologisches Denken so nachhaltig geprägt wie die achtziger Jahre. Das liegt an einigen aufsehenerregenden Kontroversen über Umweltprobleme, aber auch an neuen Formen des Protests und der medialen Berichterstattung. Ökologie war in den achtziger Jahren gleichermaßen Slogan, politisches Spielfeld und Lebensgefühl.

 

 Das Waldsterben

Das Waldsterben

 Mülltrennung

Mülltrennung

 Die Grünen

Die Grünen 

 Die Ost-Berliner Umweltbibliothek

Die Ost-Berliner Umweltbibliothek

 Das Windrad

 

Das Windrad

 Das Grüne Band

Das Grüne Band

 Die Schornsteinbesetzer von Greenpeace - (c) Wolfgang Hain/Greenpeace

Die Schornsteinbesetzer von Greenpeace

 

 

Diese acht Erinnerungsorte sind selbstverständlich nicht die einzigen, die zum Oberthema "Ökologische Zeiten" denkbar sind. Unten finden Sie vier weitere Vorschläge, die wir in den vergangenen Jahren zur Abstimmung gestellt haben. Wir werden leider in absehbarer Zeit nicht dazu kommen, diese Vorschläge ausführlicher zu behandeln, möchten sie hier jedoch weiterhin dokumentieren - natürlich samt Abstimmungsergebnis.

Wenn Sie auf eines der grauen Felder klicken, öffnet sich ein Fenster mit ein paar zusätzlichen Informationen, was wir uns bei dem jeweiligen Vorschlag gedacht haben.

Das Öko-Institut

Als im badischen Wyhl ein Atomkraftwerk gebaut werden sollte und eine ganze Region darüber in Bewegung kam, gründeten engagierte Bürger 1977 in Freiburg einen gemeinnützigen Verein, um eine unabhängige Stimme gegen die Expertenmacht der Atomindustrie zu schaffen. Inzwischen ist das Öko-Institut eine europaweit geschätzte Forschungs- und Beratungseinrichtung mit mehr als 130 Mitarbeitern an drei Standorten. Eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte – und ein Beleg, wie sehr Umweltpolitik an solider wissenschaftlicher Forschung hängt.


Abstimmungsergebnis

Der Spiegel

Journalisten waren beim Aufstieg der Umweltbewegung mehr als bloße Chronisten. Das Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel prägte mit Titelgeschichten über Waldsterben und Klimawandel das Umweltbewusstsein der Bundesbürger. In den neunziger Jahren brachte der Spiegel aber auch die gewandelte Stimmung auf den Punkt, als er einen Trend "vom Umweltschutz zum Öko-Wahn" diagnostizierte. Eine Titelgeschichte über den "Windmühlenwahn" führte 2004 zu einem redaktionsinternen Eklat.


Abstimmungsergebnis

Klaus Töpfer im Rhein

Ein Minister in Badekleidung ist ein seltener Anblick. Wenn er dann auch noch den Rhein durchschwimmt, ist die öffentliche Erregung groß. Bundesumweltminister Klaus Töpfer sprang 1988 unter den Augen begeisterter Journalisten in diesen Fluss, um eine Wettschuld zu begleichen – was weithin als Signal verstanden wurde, der Rhein sei wieder sauber. So zeigt die Aktion die Macht symbolträchtiger Bilder und zugleich das Dilemma der guten (Umwelt)Nachricht. Durfte der Rhein zwei Jahre nach dem Sandoz-Feuer überhaupt schon wieder sauber sein?


Abstimmungsergebnis

Garzweiler

Es ist das größte Loch der Republik: 11 400 Hektar umfasst das Abbaufeld, in dem die RWE Power AG bis 2045 insgesamt 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle abbauen möchte. Die Folgen für die Landschaft sowie die zweifelhafte Klimabilanz der Braunkohleverstromung machen Garzweiler zu einem umstrittenen Projekt – kein Wunder, dass die rot-grüne Regierung in Nordrhein-Westfalen beinahe am Konflikt um Garzweiler zerbrochen wäre.


Abstimmungsergebnis

 

Das Öko-Institut

Der Spiegel

   


Sie haben einen anderen Vorschlag? Dann sollten Sie uns dies mitteilen.